Psychisch wurde Armin Sengbusch mit ADHS, Autismus und einer bipolaren Störung reich beschenkt. Zwischen Flachwitz und Tiefsinn, Genie und gepflegtem Unsinn pendelt er mit beeindruckender Konsequenz hin und her – sehr zur Freude seines Publikums. Sein Humor ist bösartiger als gezüchtete Viren, aber mindestens so nachvollziehbar wie die Regierungserklärungen im Deutschen Bundestag.

Im Zentrum seines kabarettistischen Schaffens stehen die Abgründe der menschlichen Seele. Dort kennt er sich aus. Dort spricht er aus einem Erfahrungsschatz, der breiter ist als ihm lieb sein kann. Seine Geschichten und Lieder sind mit Humor gewürzt und gelegentlich mit Selbstzerstörungstendenzen garniert. Dabei bleibt kein Auge trocken – sei es vor Lachen oder weil er wieder einmal ordentlich Staub aufgewirbelt hat. Über Armin Sengbusch zu lachen ist leicht. Irgendwann merkt man jedoch, dass man längst auch über sich selbst lacht.

Er wäre einer der brillantesten Köpfe dieses Planeten, wenn es keine Konkurrenz gäbe. Mit einem dreistelligen IQ, den er sich bereits als Kleinkind selbst attestiert hat, entwickelt er verwirrende Ideen, gewagte Hypothesen und überraschende Lösungen für Probleme, die sonst niemand als solche erkannt hätte.

Armin Sengbusch hat zehn Bücher veröffentlicht, sechs Musikalben produziert und einen Sohn hervorgebracht. Als Hobby betreibt er den verbalen Auftragsmord. Obwohl er seit über 40 Jahren auf Bühnen steht, kennen ihn erstaunlich wenige Menschen. Das ist gelebte Nachhaltigkeit – ein Erfolg, an dem sich andere Künstler ruhig ein Beispiel nehmen dürfen.

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