schriftstehler

Geschichten und Gedanken




Zum Abschluss
geschrieben am: Sunday, 28. February 2010, 12.04 Uhr

Das Tagebuch

Gleich endet der Februar, das lässt sich nicht ändern. Ich kann nicht sagen, dass ich den Monat verpasst habe, nein, ich habe ihn erlebt und an einigen Stellen habe ich ihn sogar ein wenig bewegt. An einigen Stellen. Trotz der Sorgen mit und um die Zahlen kann ich noch immer mit einem Lächeln einschlafen und damit auch wieder aufwachen, ich kann nicht nur alles, es ist einfach so. Da kann ich auch zwischendurch mal weniger Erfolg haben, der Spaß geht mir nicht verloren - und das ist es, worauf es ankommt. Spaß. Am Leben und den Dingen darin. Erfolg war mir verhängnisvollerweise niemals wichtig. Aber so darf es auch gern bleiben, sie können mir gern den Mist nehmen, den ich nicht brauche. Alles andere habe ich ja in mir. Die Bilder in meinem Kopf verblassen nicht und meine Gedanken sind lauter als die iPods in den U-Bahnen der Menschen, ich bin nicht hier, um zu provozieren und zu zeigen, dass es auch ganz anders geht, ich bin hier, um zu zeigen, dass alles richtig ist.



Großartige Abende hinter mir, gemeinsam mit erstklassigen Menschen habe ich die Bühne geteilt, durfte beim Bunker-Slam den sensationellen Dalibor erleben, hatte einfach nur Freunde bei der Rotary-Veranstaltung in Scheeßel und dann zur Krönung gestern noch den Genuss des ersten MKG-Slams, der mit knapp 100 Besuchern einen fulminanten Start erwischte und definitiv Lust auf mehr macht. Im April geht es im Museum weiter, das wird wieder eine feine Sache, das weiß ich schon jetzt. Ach, und seit dem Bunker-Slam bin ich Fan von Spaceman Spiff - einfach nur grandios, was der junge textlich und auch musikalisch als emotionale Schiffe von Stapel lässt. Punkt.



Ich habe zurzeit so viele Worte, Sätze, Klänge und Harmonien im Kopf, dass ich Schwierigkeiten habe, sie zu ordnen. Ich muss auch noch einen Haufen anderer Dinge ordnen und der lösliche Cappuccino ist alle, weil die Zahlen momentan nur Klarsichtgetränke und blickdichte Plastiktüten zulassen. Aber ich weiß, dass das alles richtig ist, ich habe noch Zahnpasta im Mundwinkel und ein paar willige Gefühle, die mit eindeutigen Posen sich für eine bessere Welt verhuren wollen. Die Stadt in meinem Kopf liegt noch unter einen dichten Schneedecke, es ist friedlich und ruhig, auch wenn es in den einzelnen Häusern, die vollern Romanzen und Differenzen sind, immer lauter wird, bis dann alles schmilzt und ich aus dem Berg trete, den ich mir selbst aus den Ängsten meiner Seele gebaut habe. Irgendwann. Und dann kommen sie und holen mich ab.



Grüße. An euch alle da draußen, die ihr daran glaubt, dass das Leben liebenswert ist. Ich verspreche euch, dass das auch so bleibt. Und ich bleibe auch.

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