schriftstehler

Geschichten und Gedanken




Heilsame Erfahrungen
geschrieben am: Friday, 12. February 2010, 16.16 Uhr

Das Tagebuch

Ich will nicht immer alles auf das Wetter schieben, es ist mitunter auch schlechte Planung im Spiel oder schlicht Faulheit, wenn etwas nicht funktioniert. Manchmal sind es auch ganz andere Gründe, mit denen ich nichts zu tun habe. Manchmal sind tatsächlich andere schuld, aber gerade dann tue ich so, als ob ich alles verbockt habe. Am Ende ist es mir dann immer lieber, wenn es auf mich zurückfällt, als dass ich etwas auf jemand anderen schiebe. Eine seltsame Angewohnheit, die aber nun mal so ist. Dementsprechend bleibt die folgende Aussage auch kommentarlos im Raum stehen: Am Mittwoch waren in den Kammerspielen viel zu wenig Zuschauer, so dass ich doppelt dafür bezahlen musste. Es war dennoch ein schöner Abend, auch wenn ich mitunter bei mir das Gefühl hatte, nicht ganz bei der Sache zu sein. Nicht ganz. Der Dichterwettstreit war dennoch schön, das Drittel Zuschauer, das sich eingefunden hatte, machte Lärm für zwei Veranstaltungen und war ob der Qualität auch mehr als zufrieden und zufrieden gestellt. Katharina hat schließlich gewonnen und die Trophäe bekommen, die ich niemals mit nach Hause nehmen, aber immer überreichen darf. Immerhin.

 

Ach ja, und dann war da noch Kiel. Die gute Nachricht zuerst: Der neue Text hat Potential. Hier noch ein wenig schrauben, da noch ein wenig feilen, dann passt alles zusammen. Ich war wieder einmal im Finale, was allerdings auch mit einer gehörigen Portion Glück zusammenhing. Im Finale gab es dann die heilsame Erfahrung, dass ich immer zwei Texte mitnehmen sollte, statt zu impovisieren. Es gibt immer ein erstes Mal und nicht alles, was ich mache, muss großartig sein - um noch einmal den Terminus der Gmüsebühne einfließen zu lassen. Gewonnen hat schließlich Tobi Kunze, der im Finale das perfekt löste, was ich nicht kann, Stefan Schwarck kam bei seinem ersten Slam gleich auf den zweiten Platz und sorgte im Übrigen dafür, dass ich mal wieder herzhaft gelacht habe. Unglaublich. Und ich habe jetzt endlich mal den Sebastian mit der Zahl kennengelernt, werde am Samstag in Flensburg dann gleich mal fragen, warum eben jene Zahl so statisch ist und nicht mit ihm wächst. Mit dabei waren auch noch Tobi Heil, der Held von Großraumdichten, Dorian Steinhoff und Moitz Neumeier und, und, und... Kiel eben, großartige Poeten am Start und ein ausverkaufter Saal in der Pumpe. Das einzig ärgerliche an meinem Finaleinzug war, dass ich dadurch den Zug verpasste und nicht zu Hause schlafen konnte. Allein deshalb freue ich mich schon auf Sonntag, auf den Songwriter-Palast im Consortium und das heimische Bett, das ich dann unglaubliche drei Tage in Folge benutzen werde. Das ist ein Fest.

 

Braunschweig, ich komme - aber es wird wieder nicht laut.

424 mal gelesen | - Alle Beiträge - Das Archiv



Einen Kommentar hinzufgen





Termine

Lies Bücher, nicht T-Shirts

 

Das T-Shirt zur Tour - in vielen Größen und in nur einer Farbe. Auch als Pullover.

Twitter

Feuerbrüder

Es ist an der Zeit, die Wahrheit zu sagen, nichts zu verschweigen.“Die Wahrheit”, sagt mein Bruder, “die Wahrheit ist die beste Lüge, denn niemand wird dir glauben.” Niemand wird mir glauben, davon bin ich überzeugt, aber ich habe mir sein jenem Abend selbst versprochen, nur noch die Wahrheit zu sagen. Nichts anderes als die Wahrheit, auch wenn mir kein Gott helfen kann. (aus "Feuerbrüder")
Feuerbrüder - 30 Geschichten um und über das Leben, über die Liebe und über das, was wir nicht sagen, wenn wir etwas sagen. Einfühlsame Momente gemischt mit Brutalität, die jeder kennt, der das Leben kennt. Emotionale Szenen gepaart mit den Gedanken über Engel, Teufel und das Göttliche.

Das neue Buch - jetzt bei Amazon oder überall im Handel.

Letzte Kommentare

Zufallsfoto

Facebook

schriftstehler (Armin Sengbusch) on Facebook

Außerirdisches