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Geschichten und Gedanken




Braunschweiger Serientäter
geschrieben am: Saturday, 13. February 2010, 11.11 Uhr

Das Tagebuch

Wie im Rausch. Angekommen ist das alles noch nicht, auch wenn ich weiß, was gestern geschehen ist. Klar, es ist nur eine Veranstaltung, es war nur eine Veranstaltung, aber zum einen kann ich mich jedes Mal darüber freuen, wenn etwas für mich gut läuft, zum anderen ist es auch etwas Besonders, zweimal in Folge einen Preis einzustreichen. So besonders, dass ich hier beim nächsten Mal nicht antreten soll, dafür bin ich aber auch bei der Lesung im März wieder in Braunschweig, darüber freue ich mich jetzt schon, darauf freue ich mich schon, das ist alles die pure Freude und ich sitze mittendrin, staune Bauklötze und werfe sie in die Höhe, damit alles noch bunter wird. Noch bunter? Nein, draußen bleibt es weiß und mal abgesehen von der Kälte, die der Schnee und das damit verbundene Wetter mit sich bringt, mag ich das alles. Andere Menschen dürfen sich gern beklagen, meine Schuhe mit den Salzrändern machen das auch, aber ich bin zufrieden. Einfach so. Ein wirklicher Winter, der mal wieder das hält, was er jahrelang versprochen hat. Schön. Braunschweig, Schnee, Lächeln - alles ist gut. Und ich bin ein Serientäter, darüber freue ich mich heute noch den ganzen Tag, selbst dann, wenn ich schon in Flensburg bin. Hurra. 

 

Ich bin nach einer seltsamen Nacht einfach aufgewacht. Verwirrt und verirrt. Aber.

Ich mag diese Tage, die so verworren beginnen, die sich nach den Ecken strecken und sich mit Gefühlen verwinden, um irgendwann zu Boden zu sinken und  mich zu fragen, ob ich das alles wollte und ich sage: ja. Ich mag es, wenn mich das Leben trifft, wenn ich meinen Plan nicht verwerfe, weil alles richtig ist, aber den Kurs korrigiere und das Ziel nicht aus den Augen verliere, wenn ich Abenteuer erlebe und mich Welten bewegen, wenn sich um mich alles ändert und in mir alles gleich bleibt, wenn ich Signale sende, während mich das Lächeln antreibt und ich nicht aufhören kann, das Leben zu genießen, obwohl andere mir alles vermiesen wollen und sich stetig beschweren. Ich mag diese Tage, weil sie so besonders wie alle anderen sind und ich versuchen will, sie nicht zu vergessen. Ich mag diese Tage, weil sie voller Leben sind, das nicht in Schubladen steckt, um sie nicht zu vermessen. Es wäre vermessen sich nicht über das zu freuen, was mich umgibt, noch mehr zu fordern, um sich dann zu wenig zu sein, weil das immer so ist. Ich mag diese Tage, ich weiß jetzt auch warum.

 

Grüße. An Katja, Wiebke und Caro, an Brian, Marc D. und an Frank Klötgen, an Andy mit dem besten Text des Abends und an Dominik ja ohnehin. An die beste Unterkunft in Braunschweig, das Hotel Wartburg, an Braunschweig und an das Lot-Theater, an meine Freunde, an den Käseglocken-Tag und an die Unendlichkeit, die mich begleitet. Und an den Schnee, den ich mag.

 

...und irgendwann kommen sie und holen mich ab.

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