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Ich finde es imme sehr leicht, sich das Leben schwer zu machen. Vor allen Dingen, wenn es auf so unbedachte Weise geschieht. Zweimal in Folge zu verschlafen, das ist schon eine Kunst für sich. Vor allen Dingen dann, wenn ich jahrelang nicht verschlafen habe. Gut, es gibt imme Ausnahmen, die eine Regel unbeding bestätigen wollen und sich deshalb anders als der Rest gebärden. Beschweren will ich mich nicht, ich habe es auch heute noch geschafft, meinen Zug zu erwischen, hole den ersten, den verpassten noch ein und steige dann einfach um.... weiterlesen |
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Es gibt so Menschen, die rechnen, für die muss alles messbar sein. Sie wünschen mir "Viel Erfolg", und sie verstehen nicht, dass es auch andere Werte im Leben gibt. Oder dass es auch einfach nur Spaß machen kann, was man gerade tut. Erfolg. Spaß ist Erfolg, mit einem Lächeln einzuschlafen, auch das ist Erfolg, aber diese Menschen wollen Zahlen sehen. Ich kann das nicht verstehen und ich weiß, dass auch diese Menschen mich nicht verstehen. Eine Kommunikationsstörung, ein leidige Sache, ein endloses Missverständnis, eine... weiterlesen |
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Mal rasch durch die Nacht und eben zwischendurch: Ganz gesund war ich noch nicht, aber das schien doch einigen Besuchern des Logensaals so zu gehen, die überraschend fern blieben. So war das Haus nicht komplett ausverkauft, aber dennoch passabel gefüllt und jene Gäste machten so viel Lärm, dass es überall zu hören war. So kann es dann auch Spaß machen - und das tat es auch. Es gewann am Ende Thomas Langkau (www.satzsucher.de), der damit eine kleine Siegesserie startet. Im Finale... weiterlesen
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Es ist erst ein Drittel des ersten Monats verstrichen, aber ich habe das Gefühl, als wäre ein Drittel des Jahres vorbei. Andere Städte, andere Gesichter, andere Bühnen, wenig Zeit und viel zu tun, noch mehr Ideen und geringe Temperaturen, Husten und jede Menge Lächeln, Trophäen und Tiefpunkte, nächtliche Exkursionen und die Unendlichkeit im Genick. Es ist freilich ein gutes Gefühl, das mich fortwährend begleitet und es ist auch gut zu wissen, dass ich mich selbst begleite, wenn ich auf Reisen bin. Es ist gut, dass ich mit dem Tragbaren... weiterlesen |
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Wer sich in Deutschland auskennt, der weiß, wo Krauchenwies-Göggingen liegt. Ich kann es nur erahnen, aber da die Bahn ohnehin sehr freundlich gesinnt ist und mich klaglos reisen lässt, lasse ich mich ganz nach Fahrplan abliefern in einem kleinen Ort, der vermutlich nicht größer ist als das Dorf, aus dem ich stamme und in dem ich früher fast jeden kannte. Ein volles Haus heute Abend, es nur ägerlich, dass Dominik nicht mit dabei sein kann. Das Wetter streicht ihm die Rechnung und er bleibt im Schnee und Eis Daheim. Schade, aber das... weiterlesen
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Ich könnte freilich mich hinsetzen und über die Vergangenheit schreiben, zurückblicken auf das, was war und darüber urteilen, was aus meiner Sicht ganz fein und was für mich seltsam lief. Ich könnte es tun, wenn ich daran glaubte, die Vergangenheit zu beurteilen, brächte mir einen Vorteil für die Zukunft. Ich könnte das alles tun und wäre am Ende auch nicht schlauer als zuvor, weil das alles... weiterlesen |
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Im Nachhinein kann ich nicht mehr genau sagen, wo ich gewesen bin. Klar, ich kenne den Namen, vielleicht sogar die Adresse, ja, ich weiß, dass ich in Borken war, aber ich kann eben nicht genau sagen, wo das liegt. Das ist der Nachteil, wenn ich mit Bahn und Bus und Taxi unterwegs bin. Ob Borken nun nördlich, südlich oder himmelwärts von Münster gelegen ist, kann ich demnach nicht beurteilen, aber ich kann genau sagen, dass der Grenz-Slam eine ganz feine Veranstaltung war. Mit tollen Poeten, einem zahlenmäßig reichhaltig besetztem... weiterlesen |
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In der Dachkammer unter der Decke. In Gedanken über das Leben. Ich kann wahrlich nicht sagen, dass es mir schlecht geht, ich fühle mich wohl. Und das an diesem Abend, den ich bislang doch immer mied, als sei er nicht vorhanden. Es ist ein guter Tag gewesen, es war ein warmer Abend unter Freunden und in der Familie, die immer bleibt. So ist es recht. Und ich lächle, wenn ich draußen den Schnee sehe, die Unendlichkeit ist bei mir und vermutlich ist es auch umgekehrt der Fall. Allein dafür hat sich das Jahr gelohnt, für einen Hauch... weiterlesen |
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Ein halber, ruhiger Tag zu Hause. Im Chaos. Ich komme nicht einmal zum Auspacken der Kartons, das wird sich erst ändern, wenn die Welt die Harmonie feiert und ich dieweil Kartons auspacke, Regale baue, die wieder in sich zusammenfallen und meinen Frieden in der Dachkammer finde. Momentan geht es mir wirklich gut, auch wenn die Cellistin unten behauptet, meine Erfolgsserie ginge ihr mittlerweile auf die Nerven und ich solle doch mal wieder verlieren. Oder einfach nur schlecht auf der Bühne sein. Oder mal wieder etwas mchen, worüber sich... weiterlesen |
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Ganz ehrlich: 13,2 ist zu wenig. Das ist auch kein Zwischenwert, das ist schon eine Zahl, die sich jenseits des Grenzbereichs befindet. Bei 13,2 Grad kann ich nicht arbeiten, jedenfalls nicht ohne Handschuhe. Oder ohne Heizdecke. Oder ohne Mütze. Wobei ich ja ohnehin nicht ohne Mütze arbeite, lebe oder liebe. Auf keinen Fall. Im Arbeitszimmer sind nun also 13,2 Grad und ich überlege, welche warmen Gedanken ich mir machen kann, damit das aufhört. Ich meine den Kälteeinbruch. Ein warmer Winter käme mir nun sehr zupass, aber der... weiterlesen |
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Ich bin müde. Wirklich. So früh auf den Beinen, mit der Bahn auf den Gleisen unterwegs, ein kurzer Stopp in Hannover, dann geht es weiter in meine Stadt, in der ich mich zu Hause fühlen will. Viele Tage hinter mir, noch mehr Tage vor mir, großartige Menschen kennen gelernt, ins Herz geschlossen, ohne sie einsperren zu wollen. Mal gewonnen, mal verloren, aber am Ende immer als Sieger gefühlt, auch wenn Münster ein wenig seltsam verlief, weil Schulklassen eben mitunter nicht die Reife, den Einblick und die Tiefe haben, um... weiterlesen |
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So schön kann Harburg sein, wenn man zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort weilt: http://www.myspace.com/susannehahn2 http://www.myspace.com/susannehahn |
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Hamburg begrüßt mich so, als hätte ich die Stadt nie verlassen: Es regnet leise vor sich hin und alles ist so grau, als hätte sich jemand bemüht, für eine einheitliche Farbe zu sorgen, damit niemand sonderlich auffällt. Aus Essen zurück vermisse ich meine Dachkammer, auf die ich noch ein paar Minuten warten muss, weil ich in den Kammerspielen um den Fortbestand des Buddha-Slams kämpfe. Und um Zahlen. Anschließend kann ich mich auf den Weg in die neue Heimat machen, die Cellistin begrüßen und ein paar Minuten ausruhen, ehe es dann heute... weiterlesen |
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Irgendwo in Bielefeld, ganz entspannt am Tragbaren sitzend und mit den Gedanken beim neuen Buch. Das kleine Gepäckstück liegt neben mir, ich bin in mir und weitgehend zufrieden, weil sich die Dinge meistens ganz zauberhaft entwickeln, wenn ich auf meine Instinkte höre oder mich schlicht von ihnen leiten lasse. Einiges muss ich auch über Bord werfen, ich kann nicht immer alles mitnehmen. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft, da gehört es zum guten Ton einigen Dingen den Laufpass zu geben. Manchmal ohne einen Grund, manchmal um etwas... weiterlesen |
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Ich bin wieder drin. Im Internet. Nicht mit diesem Webstick, den ich wirklich nur dafür abgeschafft hatte, um auch unterwegs ein Büro zu haben, sondern so richtiges Internet ohne irgendwelche Einschränkungen und mit lästigen Pin-Abfragen oder anderem Krimskrams. Und Telefon habe ich jetzt auch wieder. Richtiges Telefon zu Hause, so dass ich das Handy ausschalten kann und das andere Telefon auch und behaupten darf, dass ich nicht erreichbar sein will. Es wird noch Wochen dauern, bis ich mich geordnet habe, vor allem weil ich feststelle,... weiterlesen |
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Durch den Wechsel um mich herum komme ich momentan zu gar nichts, deswegen komme ich morgen. Mit den neuen Links, mit ein paar Worten zum Sonntag und ein paar ganz anderen Worten. Aber eben nicht heute, sondern morgen. Und heute bin ich erst einmal wieder auf der Bühne im Molotow. Mehr gibt es nicht.
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Es ist an der Zeit, die Wahrheit zu sagen, nichts zu verschweigen.“Die Wahrheit”, sagt mein Bruder, “die Wahrheit ist die beste Lüge, denn niemand wird dir glauben.” Niemand wird mir glauben, davon bin ich überzeugt, aber ich habe mir sein jenem Abend selbst versprochen, nur noch die Wahrheit zu sagen. Nichts anderes als die Wahrheit, auch wenn mir kein Gott helfen kann. (aus "Feuerbrüder")
Feuerbrüder - 30 Geschichten um und über das Leben, über die Liebe und über das, was wir nicht sagen, wenn wir etwas sagen. Einfühlsame Momente gemischt mit Brutalität, die jeder kennt, der das Leben kennt. Emotionale Szenen gepaart mit den Gedanken über Engel, Teufel und das Göttliche.
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