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Irgendwie ist mir warm. Innen ja ohnehin, aber die äußeren Zellwände an der Epidermis sind das Problem. Und wenn diese ein Problem haben, dann habe ich eines. Mir ist also irgendwie warm und ich muss das ertragen, was ich nie wollte. Es ist so, als ob ich etwas essen müsste, das ich weder bestellt noch aufgefüllt habe, es ist ein wenig wie Politik und ein bisschen wie die Liebe. Beim einen umgekehrt, beim anderen genauso. Warm ist mir und ich mag es nicht, wenn mir warm wird. Ich darf mir aber zugute halten, dass ich den Sommer... weiterlesen |
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Telefon ist wieder vorhanden, das Internet noch nicht, aber das soll sich um Mitternacht ändern. Es ist nicht die feine Art, dass die Telekom so ein Fehlverhalten an den Tag legt und mich und die Kommunikation derart ausbremst. Im Wald noch einen Zugang zur virtuellen Welt zu finden, war kompliziert, aber es ist eben auch nichts unmöglich. Gut, die Temperaturen unter dem Dach sind unmöglich, 40 Grad sind kein Quell für Entspannung, aber ich will mich auch nicht ständig wiederholen und darauf pochen, dass nun endlich der Herbst... weiterlesen |
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Damals, also als Autos noch Ecken und Kanten hatten, Raider noch gar nicht existiert und Brausepulverbonbons von Frigeo für zwei Pfennig einzeln zu kaufen waren, damals war ich radikal. Ich erklärte als mannhafter, heroischer Siebenjähriger, dass ich nur noch im Auto sitzen wolle, wenn dort nicht mehr geraucht würde. Ein Umdenkprozess begann, der vor allem durch mein Mark erschütterndes Gezeter - auch den Euro gab es damals noch nicht - auf das Äußerste forciert wurde. Kurze Zeit später hörten zwei Erwachsene mit dem Rauchen... weiterlesen |
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Ich mache tatsächlich Urlaub. Nicht in der Ferne, das liegt jenseits irgendwelcher numerischer Reichweiten. Jedoch ist die Pause genau das, was ich brauche, es ist das, was mein Körper und mein Kopf forderte, es ist all das, was wichtig ist, um mich zu erholen. Zwischendurch ein paar Dinge erledigen, dann wieder in willenloser Stille sitzen und gar nicht bewegen, weder physisch noch psychisch. Im Exil geht das freilich ein wenig einfacher als im Wald, aber die Heimat hat auch unschlagbare Vorteile. Morgen Abend noch einmal auf die Bühne,... weiterlesen
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Manchmal freue ich mich, was ich für Menschen kenne. Schon allein, weil mich diese Menschen auch kennen und sich an mich erinnern. Wundervolle Momente voller Lächeln. Manchmal kann es dann auch anstrengend sein, weil so viel geschieht oder einfach viel geschehen muss, doch wenn dann die richtigen Menschen in der Nähe, ist alles nicht so schlimm. Allein hätte ich die Extraschicht gestern gar nicht überlebt, da bin ich mir sicher, doch mit so feinen Kerlen in S- und U-Bahn sowie im Bahnhof selbst konnte ja gar nichts schief gehen.... weiterlesen |
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Und dann liegst du da und sagst: "Mach doch mal das Licht aus." Und ich frage dich, welches Licht du denn meinst, schließlich sei es dunkel und ich könne den Mond gerade nicht erreichen - weder telefonisch noch mit meinen seiltanzenden Gedanken. Das Licht, schreist du, das Licht! Das sei doch alles nicht so schwer zu verstehen und ich solle mich nicht dümmer stellen, als ich ohnehin schon vorgebe, nicht zu sein. Ich zucke mit den Schultern und verlasse dich, um in aller Ruhe die Dunkelheit zu genießen, bis ich schließlich... weiterlesen
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Es ist an der Zeit, die Wahrheit zu sagen, nichts zu verschweigen.“Die Wahrheit”, sagt mein Bruder, “die Wahrheit ist die beste Lüge, denn niemand wird dir glauben.” Niemand wird mir glauben, davon bin ich überzeugt, aber ich habe mir sein jenem Abend selbst versprochen, nur noch die Wahrheit zu sagen. Nichts anderes als die Wahrheit, auch wenn mir kein Gott helfen kann. (aus "Feuerbrüder")
Feuerbrüder - 30 Geschichten um und über das Leben, über die Liebe und über das, was wir nicht sagen, wenn wir etwas sagen. Einfühlsame Momente gemischt mit Brutalität, die jeder kennt, der das Leben kennt. Emotionale Szenen gepaart mit den Gedanken über Engel, Teufel und das Göttliche.
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